Bericht: 45 Jahre Erscheinungen in Medjugorje – Jubiläumsfeier der Vereinigung „Regina Pacis“ Kevelaer e. V.
Kevelaer, 28. Juni 2026 – Unter dem Eindruck eines besonderen Jubiläums kamen heute Pilger und Freunde aus nah und fern zusammen, um das 45-jährige Bestehen der Erscheinungen von Medjugorje zu feiern. Aufgrund der extremen Wetterlage mit Temperaturen von fast 40 Grad wurde der Tagungsort kurzfristig vom Pax-Christi-Forum in die angenehm kühle St. Antonius-Kirche verlegt.
Ein herzlicher Empfang und
geistliche Begleitung
Um 14:30 Uhr eröffnete der Vorsitzende der Medjugorje-Vereinigung „Regina Pacis“ Kevelaer e. V., Werner Börsting, den Nachmittag. Er begrüßte die erschienenen Pilger sichtlich erfreut über die
gute Resonanz trotz der großen Hitze. Ein besonderer Gruß galt dem geistlichen Begleiter der Vereinigung, Bruder Gereon Henkhues, sowie der Musikerin Gudrun Schiffer, die den Nachmittag
ansprechend musikalisch gestaltete. Als besonderer Gast des Tages wurde Schwester Rebecca willkommen geheißen.
Bewegende Katechese und
persönliches Zeugnis
Das Programm bot den Teilnehmern eine tiefgehende Mischung aus Lobpreis und Rosenkranzgebet. Ein zentraler Höhepunkt war die Katechese von Schwester Rebecca. In ihrem Vortrag beleuchtete sie die
ersten Tage der Erscheinungen, die daraus erwachsenen geistlichen Früchte sowie die bekannten „fünf Steine“ von Medjugorje (Gebet, Fasten, Bibel, Beichte, Eucharistie).
Besonders berührte Schwester Rebecca die Zuhörer mit ihrem persönlichen Lebenszeugnis: Nach dem Verlust ihres Bezugs zur Kirche in jungen Jahren fand sie mit 27 Jahren ihre Berufung zum Ordensleben. Gegen den Wunsch ihrer Eltern trat sie in die Gemeinschaft „Oase della Pace“ ein. Sie blickt auf eine rund zehnjährige, segensreiche Arbeit für deutschsprachige Pilger direkt in Medjugorje zurück und lebt heute in der Nähe von Rom.
Die Pilger würdigten den inspirierenden Vortrag mit langanhaltendem Applaus. Als Zeichen des Dankes und der Verbundenheit überreichten Bruder Gereon und Werner Börsting ein Andenken an die Wallfahrtsstadt Kevelaer: ein kunstvolles Glasbild der „Trösterin der Betrübten“, über das sich Schwester Rebecca sehr freute. Eine feierliche Eucharistische Anbetung rundete den Nachmittag in St. Antonius ab.
Nach der Eucharistischen Anbetung bedankte sich Werner Börsting bei Sr. Rebecca Schneider, Bruder Gereon und Frau Gudrun Schiffer sowie bei allen, die gekommen sind. Er lud die Teilnehmer zum Pater Slavko Gedenktag ein, den die Medjugorje Vereinigung am Samstag, den 21. November 2026 in Kevelaer feiert.
Feierlicher Abschluss in
der Marienbasilika
Der Festtag fand seinen Höhepunkt und Abschluss in der Marienbasilika, wo um 18:30 Uhr die Abschlussmesse gefeiert wurde. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde auch die traditionelle Pilgerkerze
gesegnet. Nach der hl. Messe versammelten sich die Gläubigen an der Gnadenkapelle zum offiziellen Ausklang. Gemeinsam sangen alle Pilger das traditionsreiche Lied „Gospa Majka
Moja“.
Die Teilnehmer zeigten sich am Ende des Tages einig: Es war ein überaus schöner und gnadenreicher Festtag. Tief im Glauben gestärkt, traten die Pilger am Abend ihren Heimweg an.
Feier der diamantenen Ordensprofess von unserem geistlichen
Begleiter Diakon Bruder Gereon Henkhues am 8. November
2025 in Kevelaer.
Am Samstag, 08. November 2025, feierte Br. Gereon Henkhues in Kevelaer mit den Brüdern und vielen geistlicheneggefährtinnen und -gefährten sein diamantenes Professjubiläum und dankte Gott für das Geschenk seiner Berufung und des gelungenen Lebens. Zu Beginn seiner Predigt hob Pfarrer Peter Meyer hervor, dass Gott trotz widriger Umstände einen guten Weg führen könne und bezog sich darauf, dass Br. Gereon im umkämpften Berlin 1943 geboren wurde, seine Eltern verlor und später von den Geschwistern Henkues aus Ochtrup als Pflegekind angenommen wurde. So wuchs er im westlichen Münsterland auf und verbrachte hier seine Jungend.
Musikalisch begabt fand Br. Gereon schon früh zum gregorianischen Gesang und darüber 1963 in die Brüdergemeinschaft der Canisianer. Hier wurde er schnell verantwortlich für die Schola der Gemeinschaft, die nicht nur die Gottesdienste der Brüdergemeinschaft bereicherte. Nach der ersten Profess 1965 führte sein Weg in die soziale Arbeit und damit in den nächsten Jahren an verschiedene Stellen und Konvente, in denen Br. Gereon immer auch einen Zugang über die Musik zu den ihm anvertrauten Menschen gefunden hat.
Seinen Weg in die pastorale Arbeit fand Br. Gereon von 1993 bis 1997, als er in St. Bonifatius in Leinefelde im Bistum Erfurt eingesetzt war. Diesen setzte er ab 1997 in der Pfarrei Zu-den-heiligen-Engeln in Wesel fort. Hier entschloss er sich mit der Zustimmung der Brüdergemeinschaft, Diakon zu werden, begann die Ausbildung und wurde 2006 zum Diakon geweiht.
Nach seiner Zeit in Wesel wechselte er in den Konvent des Herz-Jesu-Klosters und arbeitete bis zu seiner Emeritierung als Diakon in Maria-Veen und Vreden in der stationären Wohnungslosenhilfe der katholischen Arbeiterkolonien.
Nach seiner Emeritierung wechselte Br. Gereon in den Konvent der Brüdergemeinschaft nach Kevelaer und engagiert sich hier nach seinen Kräften weiter in den verschiedenen Wallfahrtsliturgien und vor allem im Gebetsapostulat. Seit dem Jahr 2022 ist Bruder Gereon geistlicher Begleiter unserer Medjugorje Vereinigung Regina Pacis Kevelaer e. V. Viele Pilger hat Bruder Gereon bis heute auf dem Weg nach Medjugorje und in Medjugorje geistlich begleitet. In seiner geistlichen Ausrichtung erfährt Br. Gereon hier nach wie vor eine große Wertschätzung vieler
Wir sind Bruder Gereon sehr Dankbar für seinen Unermüdlichen Einsatz als geistlicher Begleiter für die Medjugorje-Pilger. Herr Werner Börsting hat mit einigen Mitgliedern des Vorstandes Bruder Gereon zur diamantenen Ordensprofess gratuliert und ihm eine Mantelalbe für sein weiteres Engagement in der Medjugorje Vereinigung Regina Pacis geschenkt. Wir wünschen Bruder Gereon Gottes reichen Segen und noch viele segensreiche Jahre in der Pilgerbegleitung.
Während des Dankgottesdienstes in der Marien Basilka in Kevelaer
Zum Abschluss des Dankgottesdienstes ist die Festgemeinde zum Gnadenbild gegangen um gemeinsam den Angelus zu beten..
Alle Menschen werden
das Heil Gottes schauen. (Luk3,6)
Fasset Mut und habt Vertrauen.
Bald wird kommen unser Gott; herrlich werdet ihr
ihn schauen.
Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil. (GL 221,1)
Advent,
eine Zeit des Wachens und Betens.
Gott will sich dem Wachenden - dem sehnsüchtig Hoffenden –
den im Herzen Bewegten
offenbaren.
Bild: Beate Heinen
er will lösen unsre Schuld, ewig soll der Friede währen.
Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil. (221,2)
Gott will bei den Menschen sein, damals, wie heute:
Gott findet sich ein
- wo Bahnhöfe zu Kälte durchflutende Wartezimmer für hilflos schutzsuchende werden,
- wo Tür gewiesene Obdachlose herzlos in lebensfeindliche Elendsquartiere verbracht werden.
- Wo Leben auf dem Straßenasphalt oder unter Brücken einsam erfriert.
Ein Raum göttlicher Liebe öffnet sich in mir,
wenn ich trotz meiner Schwachheit und inneren Armut mutig eintrete für Menschen in Not, in
Angst, in Verbitterung, Herz zeige und nicht wegsehe.
Dann hole ich das göttliche in meine Nähe
Quellen tränken dürres Land, überreich die Saaten sprießen.
Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil. (221,3)
Gott, du mein Gott ich suche dich, meine Seele dürstet nach dir. (Psalm 63,1)
Wie oft ist unser Leben hart wie Stein und ausgedörrt wie eine Wüste,
- wenn Beziehungen lieblos und leblos werden,
- wenn nach Enttäuschungen Herzen verbittern und gleichsam versteinern.
- wenn nach großem Streit sich Herzen längerfristig in Beziehungskälte zu erfrieren drohen.
Wenn jemand Durst hat, so komme er zu mir und trinke, sagt Jesus.
Dann werden aus seinem Herzen ströme lebendigen Wassers fließen.
Die Herzensdürre wird getränkt mit Liebe, durch Jesus
Tauben öffnet sich das Ohr, wie ein Hirsch die Lahmen springen.
Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil. (221,4)
Der Prophet Isaias:
Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht. Seht hier ist euer Gott.
Wenn sich jemand mit liebender Zuwendung, mit Vertrauen schenkender Geduld um Bedürftige kümmert und Herz zeigt, greift die Zusage Gottes, dass Tage kommen werden,
wo die Augen der Blinden geöffnet, und die Tauben ganz Ohr werden.
und zum Mahl der Seligkeit ziehen die vom Herrn Erlösten.
Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil. (221,5)
Jemand sagte einmal:
Wenn der Lärm verebbt ist,
die Gedanken ruhig werden,
wenn ich vom Reden zum Hören komme,
vom Tun ins Sein,
wenn ich mich stelle,
nicht mehr flüchte,
dann kann Gott kommen,
Mensch werden, in mir und durch mich und so der Welt geboren werden.
Br. Gereon
Maria, Mutter Vorbild des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Vortrag mit Marienweihe am13.April 2024 in Kevelaer von Br. Gereon Henkhues
Liebe Schwestern und Brüder.
Zunächst eine kurze Vorbemerkung:
Sehnsucht.
Sie kennen dieses nach Glück und Zufriedenheit strebende suchen, des Menschen mit allen Sinnen, um im Leben Sinn und Orientierung zu finden.
Dazu fand ich einige nachdenkliche Verse (Hans Eidenberger)
· Weil die Wüste sich sehnt, sucht sie nach Regen.
· Weil die Dürre sich sehnt, sucht sie nach Quellen.
· Weil das Irdische sich sehnt, sucht es nach Himmel.
· Weil Jesus sich sehnt, sucht er dein Leben.
· Weil dein Herz sich sehnt, sucht es ein liebendes Du.
Unsere Sehnsucht nach einem liebenden Du gründet in Gott.
Gottes Liebe begreifen wir im Anschauen Jesu, der sagte:
Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.
Ich möchte heute von Maria sprechen als unser Vorbild des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.
Der erste grundlegende Gedanke:
Was ist glauben?
Ist Glaube ein Fürwahr halten, was ich nicht weiß?
Unlogisch, diese gängige Auffassung.
Aber dann, was ist glauben?
Der heilige Bonifatius, der im 8. Jahrhundert nach Germanien kam, traf einmal einen germanischen Gelehrten und im Gespräch mit ihm fragte er:
„Ich brauche ein Wort in eurer germanischen Sprache, das dem be- deutet, was auf Lateinisch „credo“ oder „credere“ heißt.“
Der Gelehrte fragte zurück: „Was meint ihr denn mit credere“?
Bonifatius sagte:
„Credere ist zusammengesetzt aus den Wörtern cor und dare – und das heißt wörtlich: das Herz schenken.“
Da sagte der Germane:
„Ah, so ein Wort haben wir auch.
Das heißt bei uns „galaubian“ und bedeutet: etwas von Herzen lieb- gewinnen.“
„Galaubian.“
Daher kommt das Wort „glauben“.
Anders gesagt; glauben heißt:
Liebevoll ganz Herz sein.
Wo ich der Liebe begegne, verändert sich mein Denken, Fühlen, Wollen und wird barmherzig,
Glauben heißt:
Also glauben heißt fürwahr halten was ich ersehne, nämlich Liebe sein mit allen Sinnen.
1. Maria Vorbild des Glaubens:
Im Katechismus der Kath. Kirche heißt es:
"Indem Maria dem Worte Gottes glaubend ihre Zustimmung gab, wurde sie zur Mutter Jesu und für uns Vorbild.
Sie machte sich aus ganzem Herzen den göttlichen Heilswillen zu eigen und gab sich ganz Gott und seinen Sohn hin,
um mit der Gnade Gottes, also im Bewusstsein, dass Gott sich ihr mitteilen will dem Erlösungsgeheimnis zu dienen" (Kath. Katechismus)
In ihrer Botschaft vom 28.08 1986 sage sie:
Liebe Kinder!
Ich lade euch ein in allem Vorbild für andere zu sein, besonders im Gebet und Zeugnis, des Glaubens.
Liebe Kinder, ohne euch kann ich der Welt nicht helfen.
Ich wünsche, dass ihr in allem, sogar in den kleinsten Dingen, mit mir zusammenwirkt.
Deshalb liebe Kinder helft mir, dass euer Gebet aus dem Herzen kommt und dass ihr euch alle mir ganz anvertraut.
So werde ich Euch auf diesem Weg, den ich mit euch begonnen habe, lehren und führen können.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.
Maria möchte, in ihren Worten, die wir gerade hörten, dass wir uns ihr ganz anvertrauen.
Ihr vorbildliches „Ja zu Gottes Willen“ fordert auch unser
„ja es geschehe“ heraus, nämlich der Gottes Liebe, die in unserem Herzen gründet Gestalt zu geben.
Als Mensch ist Maria auf ihrem Glaubensweg mit Höhen und Tiefenganz ausgerichtet auf Gott.
Ihr Glaubensweg beginnt mit dem Besuch des Engels.
Der Engel sprach zu Maria:
Gegrüßet seist du Maria. Du bist voll der Gnade. Der Herr ist mit Dir.
Dies Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
Voll Gottes Gnade zu sein bedeutet:
Der Gott, der im Lichte wohnt, uns fern und unnahbar
der menschlichen Sünde wegen,
kommt weitab vom Glanz, Pomp und Macht der Welt
und teilt sich einem unschuldigen Mädchen mit Namen Maria mit.
Ihr Name drückt schon herzbewegend aus:
Miryam - die Geliebte Gottes.
Der Schoß der Jungfrau Maria nämlich wurde mit ihrem
„Ja es geschehe“ zum Raum seiner
für der zum Menschen heranwachsenden göttlichen Liebe.
Maria ist uns Vorbild, weil sie im Glauben Ja gesagt hat, und damit der Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes unter uns Tür und Tor geöffnet hat.
In der Botschaft Marias von 25.Februar 2017 heißt es:
Außerordentliche Botschaft der Mutter Gottes an Marija Pavlovic Lunnetti am 01. Januar 2024 in Medjugorje.
Die Seherin Marija Pavlovic Lunnetti hatte am Abend des 31.12.2023 ihre regelmäßige Erscheinung von der Heiligen Jungfrau Maria. Bei dieser Gelegenheit hinterließ sie eine Botschaft, wir können sagen, wie keine andere zuvor.
Im folgenden Text bringen wir die Beschreibung der Erscheinung mit der Botschaft der Heiligen Jungfrau Maria:
Die Mutter Gottes dankte zunächst für alle Gebete und betete dann für alle Pilger und insbesondere für alle Kranken.
Die Erscheinung dauerte ungewöhnlich lange. Nach der Erscheinung hinterließ die Muttergottes eine Botschaft mit der sie uns alle einlädt, morgen auf dem Erscheinungsberg zum gemeinsamen Gebet. Sie lud alle eine, die können morgen um 15.00 Uhr den Erscheinungsberg zu besteigen. Danach sagte sie, sie bittet um drei Stunden Gebet und danach würde die Erscheinung gegen 18.00 Uhr beginnen.
Diesen Aufruf der Mutter Gottes sind tausende Menschen gefolgt. Sie beteten und sangen bei strömenden Regen. Kurz vor der Erscheinung hörte es auf zu regnen.
Nach der Erscheinung sagte Marija Pavlovic Lunnetti:
Die Mutter Gottes kam sehr glücklich. Sie betete über uns allen und für all unsere Anliegen. Sie sagte: „Danke dass ihr meinen Ruf gefolgt seid und für meine Anliegen gebetet habt, ihr werdet es nicht bereuen, weder ihr, noch eure Kinder und die Kinder eurer Kinder.“
Die Mutter Gottes hat lange über uns gebetet und für unsere Anliegen, sie hat uns alle gesegnet.
Botschaft aus Medjugorje vom 25. Juni 2026
"Liebe Kinder! Freut euch mit mir, denn der Allerhöchste hat mir erlaubt, bei euch zu sein, um euch zu Ihm zu führen, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Freut euch, meine lieben Kinder, und seid froh, auch in Schwierigkeiten; und ihr werdet Kraft haben,denn ihr werdet euch bewusst sein, dass ihr vergänglich seid, und ihr werdet wissen, wie ihr alles Gott darbringen könnt. Und deshalb vergesst nicht: Ich bin eure Mutter und ich liebe euch.Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid. (Mit kirchlicher Erlaubnis)"
Ein dreifacher Aufruf zur Freude prägt diese neue Botschaft der Königin des Friedens. Der 25. Juni ist in Medjugorje ein Festtag voller Dankbarkeit und Freude, denn es ist der Jahrestag ihrer ersten Erscheinung dort. In einer der frühesten Botschaften hat sie sich gewünscht, dass der 25. Juni einmal in der ganzen Kirche als ihr Festtag der Königin des Friedens liturgisch begangen wird. Soweit sind wir noch nicht, aber immer mehr Pilger wissen darum, was dieses Datum bedeutet. In den 45 Jahren hat es dort unzählige Botschaften, Bekehrungen, Heilungen, geistliche Berufungen und andere Zeichen der Gnade und des Segens gegeben. Und deshalb gibt es Grund zum Dank und zur Freude. In ihrem Aufruf zur Freude betont die Gospa, dass wir auch in Schwierigkeiten die Freude bewahren sollen. Wir neigen ja eher dazu, wegen manchen Belastungen und Herausforderungen zu jammern, uns zu beschweren oder sogar die Flinte ins Korn zu werfen. Das entspricht nicht der klaren Grundhaltung Mariens. Sie ist Expertin für Schwierigkeiten, etwa bei der Herbergssuche in Bethlehem, bei der Flucht nach Ägypten, bei der Suche nach dem zwölfjährigen Jesus in Jerusalem und später auf dem Kreuzweg. Und das gilt auch für aktuelle Probleme in Kirche und Welt: wenn es um die Wahrheit des Glaubens, die Weitergabe des Evangeliums und das Ringen um den Frieden geht. Und erst recht für unsere kleinen und großen privaten Niederlagen und Demütigungen. Sie weiß um uns und tritt beim Vater im Himmel für uns ein. All das sollen wir eingeben in das Große und Ganze der Pläne des Himmels. Auch wenn wir unsere Probleme (Konflikte, Krankheiten, mangelnde Disziplin, Existenzängste usw.) meist als Störmanöver für ein gelungenes Leben empfinden, sind wir eingeladen, in einer neuen Perspektive das Gute dennoch wahrzunehmen und die Beschwerden und Leiden einfach abzugeben. Denn wir erfahren uns als vergänglich und das relativiert einiges. Wo der Herr wieder neu in den Mittelpunkt gerückt wird, findet sich alles nach und nach wieder an seinem angemessenen Platz: unsere Prioritäten, unsere Kontakte, unsere zeitliche Planung, unser Konsum und natürlich auch unser geistliches Leben. So ist Maria – wie bei der Hochzeit zu Kana – diejenige, die auf ihren Sohn bescheiden, aber wirksam aufmerksam macht als die Lösung des konkreten Problems, dass der Wein ausgegangen ist, und vieler, vieler anderer Probleme im Laufe der Geschichte: Was er euch sagt, das tut! (Joh 2,5) Wie damals die Diener im Festsaal, so führt sie uns heute zu ihrem Sohn, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist (Joh 14,6). Dabei ist sie nicht Event-Managerin oder Influencerin, der es um den eigenen Profit geht, sondern sie sagt ausdrücklich: Ich bin eure Mutter und liebe euch.
Jährliche Erscheinung vom 25.12.2025 an Jakov Colo
(mit kirchlicher Erlaubnis)